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Instandsetzung eines Kirchturms in Hamburg-Wandsbek

Hamburg – 16.03.2023

Kirchturm St. Stephan

Hoch hinaus

„Im Auftrag des Herrn“ war das Possekel-Team 2020 im Einsatz. Für sie ging es zu einer Kirchturminstandsetzung in den Hamburger Stadtteil Wandsbek.

Sanierung des Kirchturms der St. Stephan Gemeinde

236 evangelisch-lutherische Kirchen gibt es in Hamburg, eine steht in Hamburg-Wandsbek und gehört zur St. Stephan Gemeinde. Erbaut wurde das Kirchenschiff zusammen mit dem Gemeindehaus und Pastorat Mitte der 50er-Jahre. Der markante Kirchturm mit den drei Kirchenglocken folgte 1961. Für diesen war es nun Zeit für eine äußere Grundüberholung. Den Auftrag für die umfänglichen Instandsetzungsarbeiten erhielten die Profis von Possekel Gebäudesanierung.

Fugennetzsanierung und Austausch von Fassadenziegeln

Los gingen die Arbeiten für das Possekel-Team mit einer gründlichen Reinigung der Turmfassade. Mithilfe eines Hochdruckreinigers konnten alle Verunreinigungen wie Moos, Ruß, Schmutz und Ähnliches entfernt werden. Anschließend widmete sich das Team um den Projektverantwortlichen Andreas Eggert dem Fugennetz des Mauerwerks. Auf einer Fläche von rund 740 m² sanierten sie dieses umfänglich: Per Hand wurde das Fugennetzwerk ausgeschnitten und im Anschluss wieder per Hand verfügt sowie 530 Fassadenziegel ausgetauscht.

Bitumendickbeschichtung für die Kelleraußenwandabdichtung

Da der Pavillon inmitten eines Beckens mit drückendem Wasser steht, war die Abdichtung der Kelleraußenwände von besonderer Bedeutung. Das Mittel der Wahl – Bitumendickbeschichtung. Bitumen gilt seit Jahrtausend von Jahren als ein bekanntes Dichtmittel und ist leicht zu verarbeiten und sehr beständig. Bevor die Arbeiten begonnen werden konnten, musste erneut darauf geachtet werden, dass die Wände frei von Staub, Dreck und Bewuchs sind. Im Anschluss wurde eine Grundierung aufgetragen, um eine optimale Haftbarkeit der Beschichtung zu gewährleisten. Mittels einer Schichtdicken-Kelle trugen die Profis die erste Bitumendickschicht mit einer Dicke von rund drei Millimeter auf die vorbereitete Fläche auf. Zur Stabilisierung wurde in das obere Drittel der ersten Bitumen-Schicht ein Armierungsgewebe falten- und blasenfrei eingelegt und verspachtelt. Nach der Trocknung erfolgte dann das Aufspachteln der zweiten und finalen Schicht. Ist auch diese getrocknet, sind die Kelleraußenwände optimal vor dem Eindringen von Wasser geschützt.

Aufgearbeitete Schallluken und neuer Blitzschutz

Fingerspitzengefühl bewiesen die Experten auch bei der Aufarbeitung der Schalllucken des Kirchturms. Die Arkadenöffnungen befinden sich in Höhe des Glockenstuhls und ihre Klangarkaden sind aus Holz. Diese arbeiteten die Profis fachmännisch auf und strichen sie anschließend mit einer witterungsbeständigen Farbe in einem dunklen Grün. Dazu befestigten sie in den Arkadenöffnungen neue Taubenvergrämungen, um so das Nisten oder Eindringen der Vögel zu verhindern. Zu guter Letzt erneuerte das Possekel-Team die Fangleitung, Ableitung und Erdung der bestehenden Blitzschutzanlage auf 61 m. Nach rund fünf Monaten waren die Arbeiten beendet und der Kirchturm erstrahlte pünktlich zum Weihnachtsfest in neuem Glanz. (as)